Monatsarchive: Juni 2015

Urlaub: Ich bin es mir wert!

Man in hat in a hammock on a summer dayGestern hat mich Radio-Moderator Dominik Evers vom SWR in seiner Vormittags-Sendung dazu befragt, wie man im Urlaub am besten entspannen kann. Hintergrund war eine repräsentative Umfrage der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Demnach denkt jeder Fünfte im Urlaub immer oder oft an die Arbeit, ein weiteres Viertel zumindest gelegentlich. Rund ein Sechstel der Beschäftigten nimmt sogar hin und wieder Urlaub, um berufliche Aufgaben in Ruhe zu erledigen. Auch dienstliche Kontakte sind inzwischen keine Seltenheit mehr: Jeder vierte Befragte wird zumindest gelegentlich in den Ferien vom Arbeitgeber, Kollegen oder Kunden kontaktiert.

Auch wenn die Erkenntnisse nicht völlig neu sind: Ich finde sie Entwicklung erschreckend, denn wie auch die DGUV schreibt, „laufen diese Entwicklungen dem eigentlichen Zweck von Urlaub, der Erholung, zuwider.“

Doch wie schafft man es, die Arbeit Arbeit sein zu lassen und sich im Urlaub wirklich zu erholen?

Meiner Meinung nach fängt es bei uns selbst an. Wir müssen es uns einfach wert sein, uns Erholungspausen zu gönnen und diesen eine hohe Priorität einzuräumen. Dazu gehört auch, „Nein“ zur ständigen Erreichbarkeit zu sagen und Dienst-Handy, Tablet und CO. nach Feierabend, wann immer es geht, auszuschalten. Wenn wir ständig im „standby-Modus“ sind, können wir unsere Akkus nun einmal nicht aufladen.

Außerdem erhalten wir im Urlaub oft neue Impulse und einen Perspektivenwechsel, die uns helfen können, mit (neuen) Stressbelastungen im Alltag besser umzugehen. Da der Erholungseffekt erfahrungsgemäß schnell nachlässt, ist es wichtig, die Pausen zwischen den freien Tagen nicht zu lang werden zu lassen. Das heißt: Fahren Sie ruhig zwei Wochen in den Urlaub, aber gönnen Sie sich auch zwischendrin mal ein (verlängertes) freies Wochenende.

Wie hat vor kurzem ein geschätzter Redakteurskollege zu mir gesagt: „Ich kann auch Freizeit!“ Ich ebenfalls. Und Sie?