Der entspannende Adventskalender

Adventskalender aus selbst gebastelten Papiertten mit winterlichen HintergrundEin Schoko-Adventskalender in allen Ehren: Er sorgt zwar für ein süßes Extra in der Vorweihnachtszeit. Doch gegen Stress und Hektik in diesen Wochen reicht der süße Schmelz allein vermutlich nicht aus. Wer am 24.12. nicht völlig erschöpft unter dem Weihnachtsbaum liegen möchte, sollte sich vielmehr zwischendurch etwas Ruhe gönnen und kleine Auszeiten nehmen – und zwar gerade dann, wenn einem alles zu viel zu werden droht. Keine Sorge: Es gibt viele einfache Maßnahmen, die auch in einen vollen Terminkalender passen oder sich mit diesem gut kombinieren lassen. Nachfolgend habe ich 24 Tipps für einen „entspannenden Adventskalender“ zusammengestellt. Dabei handelt es sich nur um Vorschläge. Sie können die einzelnen Tipps gerne tauschen oder als Anregung für eigene Entspannungsmomente nutzen (Schoko-Adventskalender inbegriffen):

  1. Eine Massage gönnen: Bei Stress und Hektik verspannt unsere Muskulatur. Oft sind schmerzhafte Nacken- und Schulterverspannungen die Folge. Stundenlange Schreibtisch- oder Computerarbeit tut ihr Übriges. Jetzt ist noch genügend Zeit, um einen Massagetermin zu vereinbaren. Falls das nicht klappt: Bitten Sie Ihren Partner um eine kleine Massage. Auch gut: verspannte Muskeln zwischendurch mit einer Massage- oder Faszienrolle „bearbeiten“.
  2. Danke sagen: Egal, ob am Telefon, an der Supermarktkasse oder am Schalter einer Behörde: Sagen Sie heute mal bewusst und herzlich „Danke“, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Sie werden überrascht sein, wie selbst Fremde positiv darauf reagieren, wenn ein Dankeschön von Herzen kommt.
  3. Sich belohnen: Sie leisten in Beruf, Haushalt und Familie hervorragende Arbeit. Also gönnen Sie sich ruhig mal eine Belohnung – eine CD, eine Theaterkarte oder setzen Sie sich gemütlich in ein Café. Genießen Sie diese Auszeit ganz bewusst.
  4. Frische Luft tanken: Sorgen Sie heute und in den nächsten Tagen für ausreichend frische Luft: Das vertreibt Müdigkeit und stärkt Ihr Immunsystem. Zudem lassen einen regelmäßige Aufenthalte im Freien im wahrsten Sinne des Wortes wieder frei durchatmen. Tipp für Vielbeschäftigte: Legen Sie Termine so, dass dazwischen noch etwas Zeit bleibt, um eine Bus- oder Bahn-Station früher auszusteigen und den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. Erledigen Sie kleinere Einkäufe nach Möglichkeit mit dem Rad anstatt mit dem Auto.
  5. Der Tag fängt gut an: Anstatt schon morgens gestresst zu sein: Legen Sie sich am Abend vorher alles zurecht, was Sie am nächsten Tag benötigen. Auch wenn’s schwerfällt: Stellen Sie Ihren Wecker ein paar Minuten früher als gewohnt. Genießen Sie die morgendliche Dusche – am besten mit Ihrem Lieblings-Duschgel. Bereiten Sie sich ein schönes Frühstück zu. Wetten, dass der Tag gut beginnt?
  6. Anderen etwas Gutes tun: Heute ist Nikolaus. Der heilige Nikolaus war ein Nothelfer und Schutzpatron. Machen Sie es ihm (im Kleinen) nach, indem Sie heute anderen Menschen helfen – und sei es, dass Sie jemanden nur die Tür aufhalten. Damit tun Sie auch etwas für sich. Denn helfen macht nachweislich glücklich.
  7. Schlechte Laune vertreiben: Hierfür gibt es gleich mehrere Möglichkeiten: 1. Hören Sie Ihre Lieblings-Musik und singen Sie laut mit. 2. Sehen Sie sich ein lustiges (Katzen-)Video im Internet an. 2. Ziehen Sie 60 Sekunden lang die Mundwinkel bewusst nach oben. Das stimuliert Nerven im Gesicht, die dem Gehirn etwas Lustiges signalisieren.
  8. Sport treiben: Ja, ja ich weiß: das leidige Zeitargument. Doch Sport ist super gegen Stress. Mein Tipp: Wählen Sie Sportarten, die Sie direkt von Ihrer Haustür aus starten können (z. B. Joggen, Walken, Rad fahren). Oder: Strampeln Sie abends ein paar Minuten auf dem Heimtrainer. Studien haben gezeigt, dass auch ein „Mini-Training“ von 10 bis 20 Minuten mehrmals pro Woche etwas bringt.
  9. Den Stress „wegbaden“: Wenn Ihnen alles über den Kopf zu wachsen scheint oder Sie abends nicht richtig abschalten können, wirkt ein Lavendel-Orangen-Bad wunderbar entspannend. Hierzu jeweils zehn Tropfen reines ätherisches Orangen- und Lavendelöl mit etwas Sahne verrühren und zusammen ins Badewasser geben. 15-20 Minuten bei 36 bis 38 Grad Celsius darin baden.
  10. Einfach Backen: Backen macht Spaß. Doch das kann ganz schön zeitaufwändig sein. Daher: Sparen Sie sich komplizierte Rezepte. Kinder sind oft schon damit zufrieden, einfache Plätzchen auszustechen. Für ganz Eilige gibt es fertige Teige im Kühlregal, die man nur noch ausrollen und backen muss (ist allerdings Geschmackssache.)
  11. Sinne einschalten. In stressigen Zeiten haben wir oft einen regelrechten Scheuklappen-Blick, sehen weder links noch rechts. Schalten Sie bewusst Ihre Sinne ein. Nehmen Sie morgens den Sonnenaufgang bewusst wahr, oder erfreuen Sie sich abends an den weihnachtlich beleuchteten Häusern. Schnuppern Sie weihnachtliche Düfte von Tannen oder Zimtsternen. Spüren Sie die Wärme einer heißen Tasse Schokolade. Genießen Sie Zimtsterne, Lebkuchen oder was auch immer Sie jetzt gerne mögen.
  12. Weihnachtsgeschenke ohne Stress: Sie haben noch keine oder erst wenige Weihnachtsgeschenke? Nur keine Panik: Noch ist Zeit, um alles zu besorgen. Tipp: Machen Sie eine Liste, und führen Sie diese immer bei sich. Wann immer Ihnen eine Geschenk-Idee einfällt: Schreiben Sie sie auf. Oft lässt sich der Geschenke-Kauf auch durch den Besuch eines Einkaufzentrums bündeln. Und warum nicht den schönen Jahreskalender gleich mehreren Personen schenken? Vieles lässt sich auch (noch) im Internet bestellen. Eine stressarme Alternative sind Gutscheine, z. B. für Bücher, Kosmetik oder einen Kino- oder Theater-Besuch.
  13. Es atmet mich: Stress macht uns oft regelrecht atemlos. Mit bewusster Atmung kann man gegensteuern, z. B. mit folgender einfacher Übung: Hinstellen oder aufrecht hinsetzen, Füße sind etwa hüftbreit auseinander. Legen Sie nun Ihre Handinnenflächen auf Ihre Körpermitte (unterhalb des Brustbeins, oberhalb des Bauchnabels). Sammeln Sie sich, indem Sie den Atem kommen und gehen lassen. Spüren Sie, wie Sie nach und nach ruhiger werden. Diese Übung stärkt auch die innere Mitte.
  14. Ich bin offline: Umfragen zeigen, dass Arbeitnehmer vor allem die ständige Erreichbarkeit belastet. Schaffen Sie sich daher nach Feierabend und am Wochenende bewusst kleine Ruheinseln: Lassen Sie Smartphone, Tablet und Fernseher aus, und schalten Sie den Anrufbeantworter ein. Wem das schwerfällt: Gehen Sie in die Natur. Schon ein kurzer Spaziergang kann helfen, wieder zu sich selbst zu finden.
  15. Energieräuber meiden: Es gibt Menschen, die nur jammern und klagen. Achten Sie darauf, zu solchen “Energievampiren” emotional Abstand zu halten. Ansonsten sorgt das für zusätzlichen (und unnötigen) Stress. Falls Sie merken, dass Sie vom Negativ-Denken bereits “angesteckt” wurden: Sagen Sie leise, aber bestimmt “Stopp”, und denken Sie bewusst an etwas Schönes.
  16. Heute schon gelacht? Traurig, aber wahr: Während Kinder etwa 400-mal am Tag lachen, kommen wir Erwachsenen gerade auf 17-mal. Dabei ist lachen ein tolles Mittel, um zu entspannen. Suchen Sie sich heute bewusst etwas Witziges. Dass kann ein lustiges Spiel mit dem Nachwuchs sein oder eine Komödie, die Sie sich abends anschauen.
  17. Klopfen für den Energieschub: Sie fühlen sich müde und kraftlos oder haben sich geärgert? Klopfen auf den Thymuspunkt bringt einen schnellen Energieschub ganz ohne Nebenwirkungen: Hierzu die Fingerspitzen auf etwa vier Fingerbreit unterhalb der Halskuhle in die Mitte des Brustkorbs legen. Nun eine Minute lang auf diese Stelle klopfen, dabei ruhig ein- und ausatmen.
  18. Improvisieren: Auch Perfektionisten unter uns kann es passieren, dass man etwas vergisst – etwa, dass das Kind noch ein Eselskostüm für das Krippenspiel braucht oder das Geschenkpapier ausgegangen ist. In diesem Fall hilft Improvisieren: Für das Kostüm ein paar Papp-Ohren und ein Schweif aus Wollresten basteln. Und Geschenke lassen sich auch in einfachem Packpapier oder weißem Papier verpacken, das mit weihnachtlichen Motiven bemalt oder beklebt wird.
  19. Schnuppern Sie mal: An stressigen Bürotagen sollten Sie ein Fläschchen ätherisches Öl in der Schublade haben. Wie österreichische Forscher nachweisen konnten, fühlten sich Teilnehmer, die beispielsweise Orangenduft ausgesetzt waren, weniger ärgerlich und waren ruhiger als Probanden ohne „Beduftung“. Mein Tipp: Suchen Sie im Reformhaus, Bioladen oder der Apotheke nach Ihrem Lieblingsduft. Bei Bedarf ein paar Tropfen mit Wasser in einer Duftlampe verdampfen lassen oder am Fläschchen schnuppern.
  20. Denken Sie positiv: Wenn der Kollege oder die Schwiegermutter Sie auf die Palme bringen: Geben Sie sich 30 Sekunden, um die Dinge aufzulisten, die die Person in der Vergangenheit für Sie getan hat. Laut Psychologen fördert das schnelle positive Denken die Ausschüttung von „Glückshormonen“ im Gehirn.
  21. Heißhunger natürlich stillen: Ein üppiges Frühstück mit Kohlenhydraten und Eiweiß (z. B. Vollkornbrot mit Milch) kann spätere Heißhungerattacken verhindern und den Stoffwechsel anregen. Wichtig auch: Essen Sie (auch an stressigen Tagen) regelmäßig drei bis fünf Mahlzeiten am Tag. Der Körper lernt so, seinen Hunger zu bestimmten Zeiten zu stillen. Süßes am besten gleich nach dem Essen naschen. Dann kann man die Menge besser kontrollieren. Die Schokolade lockt auch zwischendurch? Dann gönnen Sie sich ruhig ein oder zwei Stückchen, die Sie bewusst genießen. Wenn Sie sich den süßen Schmelz verbieten, wird das Verlangen danach nur umso größer. Zusatztipp: eine Tüte Vanillezucker anpieksen und daran schnuppern. Vanille wirkt appetitzügelnd.
  22. Sagen Sie mal „Nein“: Gerade Frauen tun sich schwer damit, weil sie sich für familiären Angelegenheiten (und damit auch Weihnachten und die damit verbundenen Vorbereitungen) allein verantwortlich fühlen. Doch was haben Sie und Ihre Familie davon, wenn Sie an Heiligabend völlig erschöpft unterm Weihnachtsbaum liegen? Trauen Sie sich,  mal „Nein“ zu sagen, delegieren Sie Aufgaben und überlegen Sie: Welche Termine/aufgaben sind verzichtbar? Welche lassen sich problemlos aufs neue Jahr verschieben?
  23. Lavendel für starke Nerven: Lavendel regeneriert angegriffene Nervenzellen ohne aufzuputschen. Anwendung: Bei Nervosität, Unruhe und Erschöpfung täglich 2 bis 3 Tassen Lavendeltee trinken. Hierfür 1 TL getrocknete Lavendelblüten mit 1 Tasse heißem Wasser überbrühen, 5 Minuten ziehen lassen und abseihen. Wunderbar entspannend wirkt auch ein Bad mit einer Handvoll Lavendelblüten oder 10 bis 15 Tropfen Lavendelöl. Bei Schlafstörungen am besten abends 2 Tassen Lavendeltee mit Honig trinken. Wenn das nicht hilft: Zusätzlich ein Kräutersäckchen mit Lavendelblüten neben das Kopfkissen legen.
  24. Ganz im Hier und Jetzt sein: Heute ist Heiligabend. Damit es ein schönes Fest ohne Enttäuschungen und Ärger wird: Verabschieden Sie sich von sämtlichen Vorstellungen und Erwartungen. Wenn der neue Christbaumständer kaputt ist oder der Festtagsbraten misslungen ist: Verschwenden Sie diesen besonderen Tag nicht damit, sich zu ärgern (der alte Christbaumständer und Kartoffelsalat mit Würstchen tun es auch). Genießen Sie die Zeit mit Menschen, die Ihnen nahe stehen und seien Sie heute mal ganz im Hier und Jetzt.

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