So vermeiden Sie Endjahresstress

Weihnachtsstress Fotolia_47298089_XS_copyrightEs ist schon paradox: Spätestens Anfang Dezember bekommt man leicht das Gefühl, es gäbe im neuen Jahr keine Tage mehr: Alles Mögliche soll noch bis Weihnachten „vom Tisch“. Das betrifft nicht nur Jahresabschlüsse, Kundenaufträge oder sonstige beruflichen Belange, sondern auch Privates: Da wird noch schnell der Handwerker engagiert, um das Bad zu verschönern, der Hund zwecks Impfung zum Tierarzt gebracht oder der (zu teure) Handy-Vertrag gewechselt. Einerseits ist der Wunsch, bis zum Jahresende liegen gebliebene Dinge zu erledigen, verständlich: Schließlich ist es ein gutes Gefühl, wenn man bis ultimo alles erledigt hat. Andererseits macht es auch keinen Sinn, Heiligabend vollkommen erschöpft und dem Burnout nahe unter dem Weihnachtsbaum zu liegen. Was also tun?Zugegeben: Die Hektik um einen herum ist oft ansteckend und es scheinbar nicht leicht, sich dem „Endjahresstress“ zu entziehen. Möglich ist es aber doch. Hier meine Tipps:

Pausen einplanen: Gerade, wenn der Stress zunimmt, ist es wichtig, regelmäßig kurze Verschnaufpausen einzulegen. Genießen Sie zwischendurch (ganz bewusst!) eine Tasse Tee oder Kaffee, gönnen Sie sich eine Massage in der Mittagszeit, oder gehen Sie eine Runde spazieren. Selbst kleine Auszeiten im Alltag haben oft eine erstaunlich große Wirkung.

Überblick verschaffen: Bei den vielen Aufgaben „sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht“. Um sich nicht zu verzetteln, sollten Sie sich (am besten nach einer kurzen Pause) einen Überblick verschaffen. Welche Aufgaben sind die wichtigsten und zu wann müssen sie erledigt sein (in den Kalender eintragen!)? Welche können verschoben werten/warten? Welche können delegiert werden? Gehen Sie die Aufgaben dann entsprechend der Dringlichkeit an. Beruhigend: So manches zunächst scheinbar Wichtige entpuppt sich als weniger wichtiger oder erledigt sich sogar von selbst.

Zeitpuffer einbauen: Sie glauben, jetzt ganz viel ganz schnell erledigen zu können? Vergessen Sie’s. Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Zudem steigt Ihre Fehlerquote, wenn Sie sich zeitlich unter Druck setzen. Planen Sie lieber etwas Zeit für Unvorhersehbarkeiten (z. B. einen Stau) ein. Oft bringt schon ein zeitlicher Puffer von 15-30 Minuten viel Entspannung.

Nein“ sagen: Gerade uns Frauen fällt dies schwer. Doch im Alltag gibt es viele Gelegenheiten, unnötige Aufgaben auch mal abzulehnen, z. B. das Backen für den Weihnachtsbasar. Oder bieten Sie eine Alternative an, z. B.: „Dieses Mal schaffe ich das nicht. Ich kann jedoch gerne beim nächsten Sommerfest helfen.“ Wer im Beruf Hemmungen hat, dem Chef mit einem „Nein“ gegenüberzutreten, kann mit (möglichst guten) Argumenten auf das Problem aufmerksam machen, z. B.: „Gut, ich kann die Präsentation übernehmen, dann fehlt mir aber die Zeit, die Liste xxx zu erstellen.“

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