Weihnachts-Stress vermeiden (2): Geschenke

Wie bereits im 1. Teil www.stress-abbauen-blog.de/weihnachts-stress-vermeiden-1 angekündigt, möchte ich Ihnen nunmehr einige Vorschläge machen, wie Sie einzelne Aufgaben-Bereiche vor Weihnachten sinnvoll planen und ohne großen Aufwand erledigen können. An dieser Stelle soll es zunächst um das Thema Geschenke gehen, weil das erfahrungsgemäß für die meisten Menschen (mich eingeschlossen) der „größte Brocken“ bei den Weihnachts-Vorbereitungen ist.

Mein Tipp vorweg: Führen Sie in den nächsten Tagen Stift und Zettel (oder Smartphone mit Notizfunktion) mit sich. Wann immer Ihnen eine Geschenk-Idee einfällt: Schreiben Sie sie auf (oder fotografieren Sie sie ab). Wir haben in den Wochen vor Weihnachten meist so viel zu tun, dass wir manche Dinge einfach vergessen. Auch wenn ich mir sonst vieles merken kann: In „Stresszeiten“ war ich schon oft dankbar für die schriftliche Gedächtnisstütze.

Nachfolgend habe ich 10 wichtige Fragen zum Geschenke-Kauf zusammengestellt. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, kann Ihnen aber möglicherweise eine wertvolle Hilfe sein – ebenso wie diese Weihnachts-Geschenke-Liste.

  1. Für wen brauche ich überhaupt Geschenke? (Hier hilft meist eine vorherige Absprache mit der Familie bzw. Freunden, z. B. nur den Kindern etwas zu schenken und bei Einladungen nur eine Flasche Wein, einen Blumenstrauß oder das Dessert mitzubringen.)
  2. Was möchte ich maximal für die Präsente ausgeben? (Nicht immer muss es ein teures Geschenk sein. Oft kommt Selbstgemachtes wie ein Pesto oder aus Spanholz gesägtes Rentier am besten an.)
  3. Lässt sich der Geschenke-Kauf „bündeln“? (z. B. durch Besuch eines Einkaufzentrums. Und: Warum nicht den schönen Jahreskalender mehreren Personen schenken?)
  4. Bei wenig Zeit oder Abneigung gegenüber vollen Kaufhäusern: Kann ich das Geschenk auch im Internet bestellen? (Oft ist es dort sogar günstiger.)
  5. Habe ich eine Alternative parat, falls die erste Geschenke-Idee nicht umzusetzen ist?
  6. Bei schwierig zu beschenkenden Personen: Was hat er/sie für Hobbys? Wen kann ich fragen, worüber er/sie sich freuen würde? (z. B. Ehepartner, Kollegen)
  7. Für wen kommt auch ein Gutschein infrage? (z. B. für einen Kurz-Trip, eine Theatervorstellung oder Kleidung)
  8. Wann gehe ich einkaufen? (Tipp: möglichst früh und nicht nach Feierabend, wenn möglich einen Tag freinehmen)
  9. Kann ich das Weihnachts-Shopping mit etwas Angenehmen verbinden? (z. B. mit einer Freundin zusammen gehen und zwischendurch einen Kaffee trinken)
  10. Und nicht zuletzt: Worüber würde ich mich freuen? (Wenn Sie es rechtzeitig weitersagen, machen Sie es auch Ihren Lieben leichter, Sie zu beschenken.)

4 Antworten auf Weihnachts-Stress vermeiden (2): Geschenke

  • Manuela sagt:

    Herzlichen Dank für die Tipps. Ich, als Frau und Mutter, muss ich jedes Jahr ALLES vorbereiten. Alles heißt: Geschenke, die Abendessen, die Familie und Freunde anrufen bzw. Postkarte zuschicken, das haus schön einrichten, die Kinder zur Schule bringen und evtl. das Theaterspiel schauen… Das machte mir bis letztes Jahr viel zuviel Stress. So viel, dass ich die Weihnachtszeit nicht mehr als Genuss wahrgenommen habe, sondern als Stresszeit, Druck und Hektik. Meine Laune hat sich sogar geändert. Dieses Jahr habe ich mich dafür entschieden, ganz chillig mit diesem Stress umzugehen. Eine sehr kompetente telefonische Beratung hat mir dabei geholfen, mich die Zeit besser einzuteilen, mich zu organisieren und auf meine Probleme Schritt zu Schritt und eins zu eins einzugehen. Mal sehen, wie es denn in Dez. wird… LG, Manuela

    • Stella Cornelius-Koch sagt:

      Schön, dass Sie mit den Tipps etwas anfangen können. Ja, wir Frauen neigen (leider) dazu, uns für alles Private verantwortlich zu fühlen und öfter „Ja“ zu sagen, als uns gut tut. Das betrifft natürlich auch die Weihnachtsvorbereitungen. Da kann ein Coaching, in dem die eigenen Werte und Glaubenssätze hinterfragt werden, oft wahre Wunder bewirken. Alles Gute und eine hoffentlich entspannte Vorweihnachtszeit!

  • Schöne Tipps; und jedes Jahr wieder ein wichtiges Thema. Genau deshalb kommt es wohl auch häufig vor, dass das Thema Weihnachtsgeschenke so lange wie möglich beiseite geschoben wird und dann irgendwann in kurzer Zeit in der überfüllten Einkaufspassage Präsente besorgt werden wollen.
    Ich sammle, soweit es geht auch das ganze Jahr über Ideen für veschiedene Personen und auch mich und kann es nur weiter empfehlen. Hier ist auch das Smartphone mal eine tatsächliche Unterstützung, weil man es immer dabei hat.
    Ich habe ein paar Studien zum „richtigen“ Schenken gefunden und auf meiner Webseite zusammen getragen – es dürfen auch mal Gutscheine sein und viel Geld muss nicht unbedingt in Geschenke investiert werden.

    • Stella Cornelius-Koch sagt:

      Das ganze Jahr über Ideen zu sammeln, ist eine stressreduzierende Maßnahme, die ich ebenfalls nur weiterempfehlen kann. Das Gleiche gilt für Gutscheine. Diese lassen sich auch kurzfristig schnell anfertigen oder besorgen und zeigen, dass man sich zumindest ein paar Gedanken über den zu Beschenkenden gemacht hat. Das Kompliment zu den Tipps gebe ich übrigens gerne zurück 🙂 – interessant, was Sie zum „richtigen“ Schenken zusammengetragen haben.

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