Wie belastbar sind ältere Arbeitnehmer?

von links: Dr. Anette Wahl-Wachendorf (VDBW), Dr. Wolfgang Panther (VDBW), Tabea Jost (DauthKaun)

von links: Dr. Anette Wahl-Wachendorf (VDBW), Dr. Wolfgang Panther (VDBW), Tabea Jost (DauthKaun)

Vor ein paar Tagen besuchte ich die Pressekonferenz zum Deutschen Betriebsärzte-Kongress 2013 in Bremen mit dem Thema „Arbeitsbelastung und demografischer Wandel“. So gibt es in Deutschland – nicht zuletzt durch die schrittweise Anhebung der Lebensarbeitszeit bis 2020 auf 67 Jahre – immer mehr ältere Beschäftigte. Vor diesem Hintergrund haben sich Experten des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. (VDBW) http://www.vdbw.de die Frage gestellt, wie man diese im Betrieb halten kann.

Einig waren sich die Arbeitsmediziner darin, dass Prävention zunehmend wichtiger wird. So dominieren neben Muskel-Skelett-Erkrankungen psychische Erkrankungen immer mehr das Krankheitsgeschehen. Laut VDBW spielen bei älteren Arbeitnehmern Stressoren wie zunehmende Arbeitsverdichtung und neue Technologien eine wichtige Rolle. Doch ältere Arbeitnehmer sind nicht per weniger stressresistent, wie VDBW-Präsident Dr. Wolfgang Panther betont: „Bei der Stresskompetenz gibt es eine große Bandbreite.“ Während manche noch mit über 50 gerne dazulernten, täten sich andere mit betrieblichen Veränderungen in diesem Alter sehr schwer. Wichtig sei es, dem Arbeitnehmer individuelle Lösungen anzubieten. Und dabei hätten die Betriebs- und Werksärzte einen großen Vorteil. „Wir erreichen Menschen, die sonst nicht zum Arzt gehen“, so VDBW-Vizepräsidentin Dr. Anette Wahl-Wachendorf. So kann der Betriebsarzt nicht nur bei der Auswahl geeigneter Entspannungsmethoden helfen, sondern auch ein Arbeitsbewältigungs-Coaching initiieren. Nicht zuletzt besteht die Möglichkeit für Arbeitnehmer, sich mit persönlichen Problemen an externe Berater zu wenden.

Dieses sind meines Erachtens gute Ansätze, die vielen Arbeitnehmern jedoch noch unbekannt sein dürften. Entscheidend ist zudem, dass Vorgesetzte offen für Angebote zur Stressbewältigung ihrer Mitarbeiter sind. Nicht außer Acht lassen sollte man die Tatsache, dass viele kleinere oder mittelständische Betriebe keinen Betriebs- der Werksarzt haben. In diesem Fall ist dann Eigen-Inititative gefragt.

 

 

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