„Always on“ stresst

Woman sleeping and holding a mobile phone in the bedWenig überraschend und doch erschreckend: Wir sind eine gestresste Nation. Sechs von zehn Erwachsenen hierzulande stehen unter Strom, fast jeder Vierte gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Das geht aus der TK-Stressstudie 2016  „Entspann dich, Deutschland“ hervor, die die Techniker Krankenkasse (TK) in Berlin vorgestellt hat. Hierfür hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Juni und Juli 1.200 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren  zu  ihrem Stresslevel und ihren Entspannungsstrategien in Alltag, Freizeit und Beruf befragt.

Als wichtigste Stressfaktoren erwiesen sich der Job (46 Prozent), hohe Eigenansprüche (43 Prozent), Termindichte in der Freizeit (33 Prozent) und der Straßenverkehr (30 Prozent). Auch die ständige digitale Erreichbarkeit (28 Prozent) erweist sich vor allem für Berufstätige immer mehr als Belastung: Drei von zehn Beschäftigten gaben an, auch nach Feierabend oder im Urlaub erreichbar sein zu müssen. In dieser Gruppe ist der Stresspegel besonders hoch: 73 Prozent leiden unter Stress, vier von zehn „Always on“-Beschäftigten stehen unter Dauerdruck.

Umso wichtiger ist es, in der Freizeit für Entspannung zu sorgen. Interessant: Neben Hobbys, faulenzen, sich mit Freunden und Familie treffen, spazieren gehen, Musik hören oder Sport setzen knapp 30 Prozent der Befragten auf digitale Entspannung durch Computerspiele oder Nutzung sozialer Netzwerke. Bei den 18- bis 39-Jährigen ist es fast jeder Zweite, der seinen Feierabend gern online verbringt. TK-Chef Dr. Jens Baas rät jedoch davon ab, auch nochin der Freizeit  online zu sein – insbesondere, wenn man den bereits den ganzen Arbeitstag vor dem Bildschirm verbracht hat. Also: Nach Feierabend öfter mal „offline“ sein und stattdessen (am besten draußen) körperlich aktiv werden. Das baut Stress ab, erdet und macht fit für den (digitalen) Alltag.

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