Stella Cornelius-Koch

Ausgeschlafen weniger stressanfällig

Ausschlafen senkt die Stressanfälligkeit.

Jeder kennt das: Schläft man schlecht oder zu kurz, hat man am nächsten Tag schlechte Laune. Und nicht nur das: Oft reicht schon eine Bemerkung des Partners oder des Kollegen und man reagiert gereizt. US-Psychologen haben jetzt in einer Studie bestätigt: Eine zu kurze Nachtruhe vergrößert tatsächlich die Stressreaktion am nächsten Tag. Dadurch reagieren unausgeschlafene Personen selbst auf schöne Ereignisse weniger mit positiven Emotionen. Das gilt insbesondere für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Die Wissenschaftler hatten im Rahmen einer nationalen Studie rund 2.000 Erwachsene zu Schlafdauer, täglichen Stressoren, positiven Ereignisse und Affekten befragt. Ergebnis: Die nächtliche Schlafdauer stand im engen Zusammenhang zwischen aktuellen Ereignissen und positiven, aber nicht negativen Affekten. Insbesondere nach Nächten mit kürzerer als der üblichen Schlafdauer reagierten die Befragten negativer auf tägliche Stressoren. Dagegen waren Menschen mit chronischen Erkrankungen weniger stressanfällig, wenn diese länger schlafen konnten.

Buchtipp: Gesünder arbeiten. Besser leben.

Carola Kleinschmidt hat sich als Autorin und zertifizierte Trainerin für Stressprävention einen Namen gemacht. Bekannt ist vor allem ihr Bestseller zur Burnout-Prävention „Bevor der Job krankmacht“ oder auch “Ist mein Kopf noch im Büro?”. Nun präsentiert die Diplom-Biologin ein Buch der besonderen Art. „Gesünder arbeiten. Besser leben.“ ist ein Mitmachkalender, der seine Leser*innen durch das Jahr 2021 begleitet.

Der Jahresbegleiter enthält viele praktische Übungen zur Selbstfürsorge, Achtsamkeit und Resilienz für jede Woche, um wieder in Balance zu kommen.  Die Übungen basieren auf den Erkenntnissen moderner Stressforschung, ermöglichen es aber, seine eigene Stresskompetenz auf einfache Art und Weise auszubauen.

Beim Durchblättern merkt man schnell: Die Autorin hat sich über den von ihr konzipierten Mitmachkalender viele Gedanken gemacht und ein – wie ich finde – sehr schönes Konzept entwickelt, das sich dem Thema Stressbewältigung nachhaltig widmet, ihm aber zugleich die Schwere nimmt. Was ich für besonders gelungen halte: Jeder Monat widmet sich einem bestimmten Thema, zum Beispiel „Meine Stärken leben“ oder „Was mich motiviert“. Dadurch haben die Leser*innen – je nach der zur Verfügung stehenden Zeit – Gelegenheit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig ist der Jahresbegleiter klein genug, um ihn überall hin mitzunehmen. Die abwechslungsreiche Gestaltung macht Lust, den persönlichen Coach für die Tasche zwischendurch immer wieder zur Hand zu nehmen. Weitere Infos: www.dein-gutes-jahr.de

Mit Freude gegen den Stress

Meine liebe geschätzte Autoren-Kollegin, Bloggerin und Selbstfürsorge-Expertin Ellen Heidböhmer hat für meinen Blog einen Gastbeitrag geschrieben.

Auf ihrem Blog Die kleine Schmetterlingspause widmet sie sich dem Thema Selbstfürsorge und bietet zu den Themen Gesundheit, Wohlbefinden und Selbstfürsorge auch Online-Kurse an.

In dem folgenden Gast-Beitrag hat sie sich intensiv mit dem Thema Freude als wirksames Mittel gegen Stress beschäftigt und hierzu wertvolle Gedanken und Tipps zusammengetragen.

 

 

Mehr Stress in mittleren Jahren

Für viele Menschen im mittleren Lebensalter fühlt sich das Leben heutzutage anstrengender an als noch in den 1990er Jahren. Zu diesem Ergebnis kam ein US-Forscherteam der Penn State University nach Auswertung der Daten von rund 1.500 Erwachsenen. Sie beobachteten in den 2010er Jahren über alle Altersgruppen hinweg einen leichten Anstieg des täglichen Stresses im Vergleich zu den 1990er Jahren. Als die Forscher die Stichprobe jedoch auf Personen im Alter zwischen 45 und 64 Jahren beschränkten, kam es zu einem starken Anstieg des täglichen Stresses. Im Durchschnitt berichteten die Menschen in den 2010er Jahren etwa 2 Prozent mehr Stressoren. Besonders überraschend: Menschen mittleren Alters empfanden etwa 19 Prozent oder umgerechnet 64 Tage mehr Stress. Die Forscher vermuten, dass in der Lebensmitte die Sorge um die Kinder, der unsichere Arbeitsmarkt und die Verantwortung für die eigenen Eltern den Stress verstärken.

Leichter entspannen im Alltag, Übung 8

Leichter entspannen im AlltagIn der letzten Folge meines Acht-Wochen-Programms zum leichteren Entspannen im Alltag erfährst du, warum du in akuten Stresssituationen bis 15 zählen solltest.

Manchmal könnte einem wirklich die Hutschnur platzen: Ein Gespräch oder eine Diskussion mit dem Partner oder der Kollegin gerät plötzlich aus dem Ruder. Dabei war der Anlass nichtig. Doch oft genügt schon ein Wort oder ein falscher Ton, und wir fühlen uns verletzt oder zu Unrecht angegriffen. Statt sachlich reagieren wir nur noch emotional. Bevor die Situation eskaliert, ist es wichtig, diese bewusst zu unterbrechen.