Dem Bauch Ruhe gönnen

Bauch Fotolia_55117752_XS_copyrightEin Druck in der Magengegend, Schmerzen im Oberbauch, Sodbrennen, Übelkeit, Brechreiz, Durchfall oder Verstopfung: Hinter diesen unspezifischen Symptomen kann sich alles Mögliche verbergen – angefangen von einem Magen-Darm-Infekt bis hin zu Gallensteinen. In vielen Fällen ist aber auch Stress der Grund. Daher lohnt es sich, bei unklaren Beschwerden einmal zu überlegen, ob Ihnen etwas sprichwörtlich „auf den Magen geschlagen“ ist oder Sie eine Sache erst einmal „verdauen“ müssen.

Ganzheitlich orientierte Mediziner und Heilpraktiker vermuten bei einem „Reizmagen“ oder „Reizdarm“ schon lange einen Zusammenhang mit dem Bauchhirn. Hierbei handelt es sich um ein Geflecht von über 100 Millionen Nervenzellen, das sich von der Speiseröhre bis zum Darmausgang erstreckt. Das Bauchhirn arbeitet im Wesentlichen unabhängig vom Kopfhirn und steuert die wichtigsten Verdauungsfunktionen. Die Nervenzellen kommunizieren dabei ähnlich wie im Kopfhirn über Nervenbotenstoffe. Auf jede Veränderung reagiert das Bauchhirn äußerst sensibel. Da z. B. Stress und Ärger die Motorik von Magen und Darm verändern können, ist es einleuchtend, dass psychische Faktoren die Beschwerden zumindest mitauslösen oder verstärken können.

Gegen stressbedingte Magen-/Darmbeschwerden können Sie jedoch einiges tun:

  • Magen und Darm mögen Ruhe. Vermeiden Sie es daher, unter Zeitdruck oder „im Vorbeigehen“ zu essen. Besser: Setzen Sie sich hin und gönnen Sie sich zumindest 15-20 Minuten Zeit.
  • Konzentrieren Sie sich beim Essen nur auf Ihre Mahlzeit. Computerarbeit, SMS-Checken oder Zeitung lesen sind in dieser Zeit tabu. Ich weiß aus eigener Erfahrung: Das ist zunächst schwierig. Wenn man es schafft, trägt es jedoch ungemein zur Entspannung bei 😉 (mal davon abgesehen, dass Sie ansonsten alle aufgenommenen Informationen „mitessen“ würden).
  • Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für sich. Lernen Sie ein Entspannungsverfahren. Gut geeignet ist beispielsweise Yoga, da die Kombination von Atemübungen und Körperhaltungen zusätzlich die Funktion der Bauchorgane verbessert.
  • Widmen Sie Ihrem Bauch Aufmerksamkeit durch eine liebevolle Massage. Acten Sie auf hochwertige und für Sie gut verträgliche Lebensmittel. Wichtig auch: Hören Sie bei anstehenden Entscheidungen auf Ihr Bauchgefühl.
  • Für den Fall, dass die Magen-/Darm-Beschwerden dennoch nicht verschwinden und medizinische Ursachen ausgeschlossen sind, lohnt sich ein „Blick hinter die Kulissen“: In welchen Lebenssituationen treten die Beschwerden auf? Hier kann Ihnen eine Therapie helfen, neue Wege zu gehen und alte Verhaltensmuster zu durchbrechen.

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