Wenig Zeit so belastend wie Geldmangel

Vielen Menschen in Deutschland fehlt es an Zeit – und nicht nur das: Zeitmangel kann die Lebenszufriedenheit ähnlich beeinträchtigen wie zu wenig Geld. Dies ergab eine Studie der Leuphana Universität Lüneburg. Die Wirtschaftswissenschaftler hatten Daten des Sozioökonomischen Panels mit über 20.000 Teilnehmern ausgewertet. Diese machten unter anderem Angaben zu ihrem Einkommen, der Zeit, die sie täglich mit bestimmten Aufgaben verbringen und ihrer Lebenszufriedenheit. Aufgrund der neuen Erkenntnisse schlagen die Wissenschaftler einen neuen Armutsbegriff vor, der auch den Mangel an Freizeit berücksichtigt. Nach dieser Definition liegt in Deutschland jeder achte Erwerbstätige unter der Armutsgrenze. Bei Alleinerziehenden ist jeder Fünfte betroffen, bei Selbstständigen jeder Dritte.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Zeitmangel lässt sich zumindest teilweise durch ein höheres Einkommen kompensieren – und umgekehrt. Wer viel verdient und nur wenig Freizeit hat, ist damit ähnlich zufrieden wie jemand mit geringem Einkommen, aber viel Freizeit.

4 Antworten auf Wenig Zeit so belastend wie Geldmangel

  • Daniela sagt:

    Hi,

    im Rahmen einer Online-Studie könnt ihr jetzt einen professionellen Stress-Coach kostenlos durchführen. Ich bin gestern zufällig auf die Website gelandet und fand die Gelegenheit so anziehend, dass ich es weiterleiten musste. Ich lasse den Link, damit ihr auch mitmachen könnt.

    LG,

    Dani

    • Stella Cornelius-Koch sagt:

      Liebe Dani,

      vielen Dank für deinen Hinweis auf die wissenschaftlich begleitete Studie.

      Herzliche Grüße
      Stella Cornelius-Koch

  • Claudia sagt:

    “Keine Zeit haben” ist mittlerweile ja schon fast ein Lifestyle-Symbol, in der heutigen Gesellschaft ist ja fast jeder ständig im Stress. Besonders in den Städten fällt mir die Hektik auf, da hetzt jeder von einem Termin zum nächsten. Der laute Straßenlärm, die blinkenden Lichter und die dauernde Werbeüberflutung bilden die perfekte Kulisse zu dieser Lebensform. Wie negativ Stress aber für die Gesundheit und Lebenszufriedenheit ist, scheint den meisten Menschen unklar zu sein. Was bringt es, für nichts mehr Zeit zu haben, ständig in Eile zu sein, immer mehr Besitztümer anzuhäufen? Macht dieser Lebensstil glücklicher? Oder wäre es vielleicht besser, sich mit weniger Besitz zufrieden zu geben und stattdessen auch noch etwas anderes vom Leben mitzubekommen als die Arbeit? Für mich ist die zweite Option eindeutig die bessere Alternative..

    • Stella Cornelius-Koch sagt:

      Liebe Claudia,

      es scheint tatsächlich so zu sein, dass Städter gestresster sind. Laut Studien gehen (Groß-)Stadtbewohner sogar schneller als Menschen auf dem Lande. Und ja: Auch Besitztum macht erwiesenermaßen nicht automatisch glücklich. Das Glück liegt oft in den kleinen Dingen. Das sollten wir uns öfter bewusst machen.

      Liebe Grüße
      Stella Cornelius-Koch

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