Wenn alle was von einem wollen

Stress alle wollen was Fotolia_60831975_XS_copyrightZugegeben: Das kann so nicht stimmen (schließlich haben sich Angela Merkel, Micky Maus oder der Dalai Lama noch nie bei mir gemeldet ;-)). Doch manchmal kommt es mir so vor, als wenn es alle Welt gerade auf mich abgesehen hat: Das E-Mail-Postfach läuft fast über, der Anrufbeantworter blinkt schon nach kurzer Abwesenheit, die Kunden haben Extrawünsche und im Briefkasten steckt schon wieder eine Paket-Benachrichtigung. Gerade jetzt zum Jahresende (ich nenne es immer das „Endjahres-Phänomen) scheinen Hektik und Stress noch mal richtig zuzunehmen – von Besinnlichkeit und Langsamkeit keine Spur. Doch müssen wir uns dem wirklich aussetzen? Nein, müssen wir nicht. Wir haben es sehr wohl in der Hand, durch was oder wen wir unseren Alltag bestimmen lassen.

Doch wie schaffen wir es, uns nicht von Situationen oder Menschen vereinnahmen zu lassen. Hier drei bewährte Maßnahmen:

1. Reframen: Das bedeutet, der Situation eine neue Bedeutung zu geben (von engl. „reframe“ = neu rahmen). Wenn also die Kunden ständig anrufen und/oder uns E-Mails senden (und scheinbar nerven), könnte dies auch heißen: „Meine Kompetenz und Leistung sind sehr gefragt.“ Und überhaupt: Wie würden wir uns fühlen, wenn sich plötzlich gar kein Kunde mehr melden würde?
2. Abgrenzen: Gerade uns Frauen fällt es schwer, mal „Nein“ zu sagen. Schließlich sitzt das anerzogene „Liebe Mädchen“-Muster oft tief. Doch wie soll der andere wissen, dass wir gerade überfordert sind, wenn wir ständig „Ja“ sagen? Besser: Ruhig mal „Nein“ sagen (man kann es ja charmant verpacken ;-)). Nur Mut, Übung macht den/die Meister/in.
3. Fokussieren: Will heißen: sich auf das Wichtigste konzentrieren. Das ist mitunter schwierig, wenn einem gerade der Kopf schwirrt. Was dann hilft: Eine kurze Pause einlegen und raus aus der Situation gehen (evtl. einen kurzen Spaziergang machen) und sich fragen: Ist das wichtig für mich? Will ich das? Schaffe ich das? Bringt mich das weiter? Kann ich das abgeben?

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