Wie Süßhunger bei Stress entsteht

Ich gebe es zu: Unter Stress werde ich schnell zum “Schokoholic”. Besonders die Edelvollmilch-Variante “im praktischen Quadrat” ist dann nicht vor mir sicher. Möglicherweise geht es Ihnen mit dem Süßhunger auch so. Doch wie entsteht er eigentlich? US-Wissenschaftler vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia haben möglicherweise den Grund dafür entdeckt: Sie identifizierten in den Geschmacksknospen der Zunge Rezeptoren für Stresshormone.

Die Geschmacksknopsen enthalten die Sinneszellen für die Wahrnehmung Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig und umami (herzhaft-würzig). Bei Stress werden vermehrt bestimmte Hormone, so genannte Glucocorticoide, wie Cortisol ausgeschüttet. Wie die aktuellen Untersuchungen ergaben, werden die Geschmackswahrnehmung und die Aufnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln direkt durch die Freisetzung von Stresshormonen beeinflusst. Oder einfacher ausgedrückt: Bei seelischer Anspannung schmecken Schokolade und Co. besonders gut (einmal davon abgesehen, dass Süßes auch über das Belohnungszentrum im Gehirn wirkt). Dies könnte den Forschern zufolge erklären, warum so viele Menschen bei seelischen Belastungen vermehrt zu Süßigkeiten greifen. Das wäre dann zugleich die perfekte Entschuldigung für die nächste Schoko-Attacke. 😉

 

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