Folgen von Stress

Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, brauchen wir den Wechsel zwischen Ruhe und Aktivität, zwischen Leistungs- und Erholungsphasen, zwischen Anspannung und Entspannung.

Es macht gar nichts, wenn es auch mal anstrengend wird. Im Gegenteil: Wir alle suchen Herausforderungen und wollen Leistungen erbringen, auf die wir stolz sein können. In unserem Alltag lässt es sich ohnehin nicht vermeiden, dass wir manchmal an unsere Grenzen geraten – etwa, wenn ein wichtiger neuer Auftrag im Job winkt und beide Kinder gleichzeitig krank werden. Solange eine solche Belastung nur hin und wieder auftritt bzw. zeitlich absehbar ist, können wir uns davon auch wieder erholen.

Anders, wenn wir uns permanent überfordern. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Körper und Seele aus dem Gleichgewicht geraten. Dieser schleichende Prozess fängt oft scheinbar ganz harmlos an: Man wacht seit einiger Zeit nachts mehrmals auf oder hat sich schon zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit eine Erkältung eingefangen.

Das Schlimme daran: Anstatt diese ersten leisen Signale des Körpers ernst zu nehmen, halten wir sie für harmlos oder ärgern uns sogar über solche „Störungen“. Dabei meint es unser Körper nur gut mit uns: Er will uns zu verstehen geben, dass wir nicht genügend auf uns achten – zuerst ganz dezent und leise, und wenn wir nicht darauf reagieren, immer deutlicher und lauter. Das kann dann dazu führen, dass aus unserem gelegentlichen Aufwachen in der Nacht Schlafstörungen werden oder sich aus dem hartnäckigen Husten eine chronische Bronchitis entwickelt.

Hier eine Auswahl möglicher gesundheitlicher Stressfolgen:

  • Muskelverspannungen
  • Kopf- und Rückenschmerzen
  • Magen-/Darm-Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Herz-/Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall)
  • Depressionen und Ängste
  • Süchte (Alkohol, Nikotin)
  • Gewichtsprobleme und Essstörungen
  • bei Frauen: gynäkologische Beschwerden
  • Infektanfälligkeit

Darüber hinaus gibt es inzwischen wissenschaftliche Hinweise auf weitere mögliche gesundheitliche Stressfolgen wie etwa ein erhöhtes Diabetes-Risiko.

Wichtig zu wissen: Der Zeitraum zwischen einer Stressphase und dem Auftreten möglicher Beschwerden ist nicht festgelegt und kann Tage, Wochen oder Monate betragen. Oft macht sich Stress an einer Schwachstelle des Körpers bemerkbar.