Monatsarchive: Oktober 2014

Termine entspannt bewältigen

Termine Fotolia_62641108_XS_copyrightEs gibt Termine, auf die kann man getrost verzichten: Behördengänge, eine Wurzelspitzenbehandlung beim Zahnarzt oder Pflichtbesuche bei Verwandten. Sie kennen bestimmt viele weitere Beispiele. Doch wenn wir ehrlich sind, machen wir uns den Terminstress oft auch selbst, wenn wir – mal eben – noch schnell in den Baumarkt fahren, dann unerwartet im Stau stehen und das Kind eigentlich schon längst vom Sport abgeholt werden müsste. Folge: Wir werden hektisch und ungeduldig. Auch ich bin so eine „Zeitlückennutzerin“ und habe mich dabei schon so manches Mal verzettelt. Inzwischen weiß ich: Der Tag ist wie ein Luftballon. Man kann zwar viel Luft (Termine) hineinpusten; doch wenn man es übertreibt, dann platzt er.

Frauen leiden unter Wochenend-Stress

Endlich Wochenende! Doch vier von zehn Deutschen reicht dies zur Erholung nicht aus. Das ergab eine repräsentative Umfrage der DAK-Gesundheit, für die das Forsa-Institut mehr als 1.000 Erwerbstätige, Studenten und Schüler befragt hat. Demnach tun sich vor allem Frauen schwer mit dem Abschalten: Fast jede Zweite (47 Prozent) an, am Wochenende nicht genug Kraft für die neue Woche zu schöpfen. Bei den Männern waren es nur 37 Prozent. Als Störfaktoren für die Erholung nannten Frauen meist den Haushalt, Männer dagegen den Job. Zusätzlich zu den häuslichen Verpflichtungen vermiest auch der Job den Frauen das Wochenende: So muss nahezu jede Zweite samstags oder sonntags oft arbeiten. „Frauen leiden immer noch häufiger unter der schwierigen Vereinbarkeit von Karriere und Familie“, erklärt Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK-Gesundheit. „Was unter der Woche liegenbleibt, erledigen die Frauen an den eigentlich freien Tagen am Wochenende.“ Zudem leiden Frauen häufiger unter Freizeitstress. Jede Sechste nimmt sich zu viel vor, bei den Männern nur jeder Zehnte. Kein Wunder, dass Frauen montags müde sind (46 Prozent gegenüber 35 Prozent der Männer) oder sich lustlos und erschöpft fühlen (24 Prozent zu 17 Prozent).

Entspannt im Alltag mit der „Das tut mir gut“-Liste

DSCN6441Damit wir dauerhaft fit und leistungsfähig bleiben, sollten wir regelmäßig für Entspannung sorgen. Leider kann nicht jeder von uns spontan in den Urlaub fahren oder die Arbeit Arbeit sein lassen. Doch das muss man auch nicht unbedingt. Oft können schon ganz einfache Maßnahmen (ich nenne sie die „Alltags-Inseln“) für den dringend benötigten Ausgleich im Alltag sorgen (s. hierzu auch den Beitrag „Unkraut zupfen gegen Stress“). Das Problem: Es fällt einem oft spontan nichts ein, womit man sich entspannen könnte. In diesem Fall kann eine „Das tut mir gut“-Liste helfen.

„Unkraut zupfen gegen Stress“ oder warum Entspannung so einfach sein kann

Dienstag-Spätnachmittag: Ein langer Arbeitstag am Schreibtisch liegt hinter mir. Meine Muskeln sind angesichts zahlreicher Projekte und nahender Abgabetermine verspannt, meine Augen von der vielen Bildschirmarbeit müde und gereizt. Doch es gibt einen Lichtblick: Das Kind ist noch bei seinen Freunden verabredet ;-), bis zum Abendessen wäre noch Zeit für eine Jogging-Runde. Das Wetter ist auch perfekt. Normalerweise würde ich unter diesen Umständen sofort die Gelegenheit nutzen, meine Sportschuhe schnüren und loslaufen. Doch dann passiert etwas – für mich – sehr Merkwürdiges: Ich höre deutlich eine Stimme, die sagt: „Ich habe jetzt keine Lust zu laufen. Ich würde jetzt viel lieber etwas Unkraut zupfen.“ Wie bitte?