Stella Cornelius-Koch

Gestresste Kinder: Wie Eltern helfen können

Bereits jeder vierte Grundschüler ist betroffen. Psychologe und Kinderarzt nennt Strategien, die am besten helfen

Bildquelle: contrastwerkstatt/Fotolia

Stress ist längst kein Begriff mehr, der vor allem in der Arbeitswelt Bedeutung hat. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen – und das bereits im Grundschulalter. Das ergab eine gemeinsame Studie des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) und des Prokids-Instituts Herten für Sozialforschung. Demnach fühlt sich bereits ein Viertel der Zweit- und Drittklässler oft oder sogar sehr oft gestresst.

Mentale Zeitreise wirkt entlastend

Ein unsicherer Job, Beziehungsstress oder eine Krankheit: Wir werden immer wieder mit belastenden Situationen konfrontiert – das Leben ist schließlich kein Ponyhof. Doch es gibt eine einfache Möglichkeit, den Stress in solch schwierigen Phasen wirkungsvoll zu reduzieren: indem man eine mentale Zeitreise unternimmt und sich gedanklich in die ferne Zukunft versetzt.

Willkommen zum Garten-Brainstorming

Es will einfach nicht weitergehen mit dem Kundenauftrag. Die zündende Idee fehlt, der Text ist langweilig und überhaupt: Man hat gerade so überhaupt keine Lust zu arbeiten. So ähnlich erging es auch mir in der letzten Woche. Wiederholtes E-Mail-Checken, Dehnübungen am Schreibtisch, Tee holen – keiner dieser kurzen Auszeiten brachte den ersehnten Geistesblitz. Was also tun?

Guter Schlaf senkt Ehestress

Verheiratete sollten ihrer Gesundheit und Ehe zuliebe auf eine gute Nachtruhe achten. Laut US-Forschern von der Ohio State University steigt durch Schlafmangel bei Vermählten das Risiko für stress-bedingte Entzündungen. Die Wissenschaftler hatten 43 Ehepaare zu zwei Untersuchungsterminen eingeladen. Diese sollten ein konfliktreiches Thema in ihrer Beziehung besprechen. Vor und nach dem Termin gaben die Probanden Blutproben ab und gaben an, wie lange sie in den beiden vorangegangenen Nächten geschlafen hatten. Diejenigen mit kurzer Nachtruhe zeigten eine deutlich größere Entzündungsreaktion auf den Konflikt. Pro Stunde Schlaf weniger stieg die Konzentration zweier bekannter Entzündungsmarker um sechs Prozent. Nicht zuletzt verhielten sich Ehepartner, die weniger als sieben Stunden pro Nacht schlummerten, auch häufiger aggressiv und ärgerlich. (Psychoneuroendocrinology)

Erstmal räkeln und gähnen: Was wir von Tieren lernen können

Manchmal möchte ich mit meinem Kater tauschen. Er ist mir ein Vorbild an Ruhe und Gelassenheit. Das heißt nicht, dass er nicht auch mal Stress hat, weil er sich wegen eines bellenden Hundes aufregt und auf den nächsten Baum flieht, ihm die Maus entkommen ist oder ihn die Kuschelattacken unserer Kätzin nerven. Doch mir erscheint es, als ob ihn das alles nicht weiter tangiert. So als ob es nicht wert ist, über solche „Kleinigkeiten“ weiter nachzudenken. Besonders deutlich wird das, wenn er sich gerade im Catnapping-Modus befindet.