Monatsarchive: März 2015

Job-Stress: Mitarbeiter gefährden sich selbst

Beruflicher Stress ist in vielen Fällen zumindest teilweise selbstgemacht, weil viele Mitarbeiter mit sich selbst nicht pfleglich umgehen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung und der Barmer GEK, für die rund 1.000 Erwerbstätige repräsentativ befragt wurden. Demnach verleiten ständig steigende Zielvorgaben Beschäftigte in Deutschland dazu, mehr zu arbeiten, als ihnen gut tut. Knapp jeder vierte Beschäftigte legt ein Tempo vor, das er langfristig nicht durchzuhalten glaubt. 18 Prozent erreichen oft die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, 23 Prozent verzichten auf Pausen. Jeder Achte erscheint sogar krank im Unternehmen. Rund die Hälfte der Befragten gab an, keinen oder nur geringen Einfluss auf die Leistungsmenge zu haben. Mehr als 40 Prozent sagen dies auch über ihre Arbeitsziele. Die Studienautoren schlagen daher vor, die Arbeitsbedingungen so auszurichten, dass ein gesundheitsförderndes Arbeits- und Leistungsverhalten des Einzelnen möglich wird.

Ruhe, bitte!

burn outEine ständige Geräuschkulisse gehört für viele von uns inzwischen zum Alltag: In (Großraum-)Büros sind wir ständig Gesprächen und Telefonaten der Kollegen, dem Klappern von Computertastaturen, Rattern von Druckern und Kopieren oder dem Rauschen der Klimaanlage ausgesetzt. In öffentlichen Verkehrsmitteln werden wir (unfreiwillig) Zeuge lautstarker Handy-Telefonate unseres Sitznachbarn. Und auch zu Hause gönnen wir unseren Ohren kaum Ruhe: Da läuft das Radio als ständige Berieselung im Hintergrund, oder Waschmaschine und Mikrowelle „piepsen“ mit ihren Signaltönen um die Wette. Selbst unsere Kinder scheinen nur noch laut miteinander spielen zu können.