Monatsarchive: Juli 2016

Mit Kunst Stress abbauen

Das ist doch mal eine schöne Nachricht: Sich künstlerisch zu betätigen, scheint ein wirkungsvolles Mittel gegen Stress zu sein – selbst dann, wenn man kein zweiter Picasso ist. Darauf deutet eine US-Studie an der Drexel University in Philadelphia hin. Die dortigen Forscher hatten 39 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren zu einer Kunst-Stunde eingeladen. Fast jeder Zweite hatte kaum oder keinerlei Kunsterfahrung. Für die kreative Gestaltung standen den Teilnehmern Stifte und Papier, Modelliermasse und Collagen-Material zur Verfügung. Mit diesem durften sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nur für etwaige Fragen stand ihnen ein Kunsttherapeut zur Seite. Wie die Auswertung der vorher und nachher entnommenen Speichelproben ergab, sanken die Cortisol-Spiegel der Probanden um 75 Prozent. Bei jüngeren Teilnehmern war der entspannende Effekt am größten. Die Wissenschaftler erklären den Unterschied damit, dass Ältere im Laufe ihres Lebens bereits mehr Problemlösungsstrategien entwickelt haben und mit Stress tendenziell besser umgehen können.

Interessant auch: Der stressmindernde Effekt war unabhängig davon, ob jemand bereits Erfahrung mit Kunst hatte oder nicht. Grund genug also, um mal  wieder Pinsel und Stift in die Hand zu nehmen oder einfach ein Mandala auszumalen.

Vom Wert des Trödelns

Happy family lying on green grass. Children having fun outdoors in spring park

In den vergangenen Wochen kam mir immer wieder eine Szene aus meiner Kindheit in den Sinn: Ich lag in den Sommerferien vor unserem Haus im Gras, habe Kirschen gegessen und dabei den am Himmel ziehenden Wolken nachgeschaut. Einfach so. Nichts und niemand drängten mich, und ich schien endlos Zeit zu haben. Warum ich wohl immer wieder daran denken musste? Vermutlich, weil mir in den letzten Wochen die Zeit für solche Nichtstun-Momente fehlte.