Prüfungsstress schwächt das Immunsystem

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Büffeln und pauken kann ganz schön stressig sein – so sehr, dass wir darauf mit einer Erkältung reagieren. Warum das so ist, wollten Psychologen und Immunologen des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der Technischen Universität Dortmund herausfinden. Dazu untersuchten sie 20 Psychologie-Studenten verschiedener Semester über einen Zeitraum von acht Wochen – angefangen von der kraftraubenden Vorbereitungszeit über die Aufregung unmittelbar vor der Prüfung bis hin zum Warten auf die Ergebnisse. Bei jedem der fünf Untersuchungstermine wurden den Probanden Blut- und Speichelproben entnommen. Zusätzliche Fragebögen sollten Auskunft darüber geben, ob Persönlichkeitseigenschaften die Immunantwort auf Stress beeinflussen. Wie sich herausstellte, führte der Prüfungsstress tasächlich zu Veränderungen im Immunsystem der Probanden. So verminderten sich im Prüfungszeitraum die Anzahl der NK-Zellen und Monozyten, die für frühe Immunreaktionen gegen Infektionen besonders wichtig sind. Zudem verfügten chronisch Gestresste über weniger Immunzellen, deren Anzahl sich während der Klausurphase kaum veränderte. Die Studienautoren vermuten, dass frühere Belastungen das Immunsystem so weit geschwächt haben könnten, dass es nicht mehr adäquat auf vorübergehende Stressbelastungen reagiert.

Schneller entspannen mit blauem Licht

Ob ein Streit mit einem Freund oder Termindruck im Job: Solche Situationen können akuten Stress auslösen. Wer sich anschließend entspannen möchte, sollte es mal mit blauem Licht probieren. Wie spanische Wissenschaftler von der Universität Granada herausfanden, können wir uns hierdurch schneller wieder beruhigen als unter herkömmlicher weißer Beleuchtung. Für ihre Studie setzten die Forscher zwölf Freiwillige unter Stress. Anschließend führten sie mit ihnen eine Entspannungssitzung durch. Während des Experiments ermittelten sie mit Hilfe eines Elektrokardiogramms (EKGs) verschiedene Biosignale wie Herzfrequenz und Hirnaktivität. Dabei zeigte sich, dass blaues Licht den Entspannungsprozess im Vergleich zu herkömmlichem weißem Licht spürbar beschleunigte. (PLoS ONE)

Gestresste Kinder: Wie Eltern helfen können

Bereits jeder vierte Grundschüler ist betroffen. Psychologe und Kinderarzt nennt Strategien, die am besten helfen

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Stress ist längst kein Begriff mehr, der vor allem in der Arbeitswelt Bedeutung hat. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen – und das bereits im Grundschulalter. Das ergab eine gemeinsame Studie des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) und des Prokids-Instituts Herten für Sozialforschung. Demnach fühlt sich bereits ein Viertel der Zweit- und Drittklässler oft oder sogar sehr oft gestresst.

Mentale Zeitreise wirkt entlastend

Ein unsicherer Job, Beziehungsstress oder eine Krankheit: Wir werden immer wieder mit belastenden Situationen konfrontiert – das Leben ist schließlich kein Ponyhof. Doch es gibt eine einfache Möglichkeit, den Stress in solch schwierigen Phasen wirkungsvoll zu reduzieren: indem man eine mentale Zeitreise unternimmt und sich gedanklich in die ferne Zukunft versetzt.

Willkommen zum Garten-Brainstorming

Es will einfach nicht weitergehen mit dem Kundenauftrag. Die zündende Idee fehlt, der Text ist langweilig und überhaupt: Man hat gerade so überhaupt keine Lust zu arbeiten. So ähnlich erging es auch mir in der letzten Woche. Wiederholtes E-Mail-Checken, Dehnübungen am Schreibtisch, Tee holen – keiner dieser kurzen Auszeiten brachte den ersehnten Geistesblitz. Was also tun?