Mit Kunst Stress abbauen

Das ist doch mal eine schöne Nachricht: Sich künstlerisch zu betätigen, scheint ein wirkungsvolles Mittel gegen Stress zu sein – selbst dann, wenn man kein zweiter Picasso ist. Darauf deutet eine US-Studie an der Drexel University in Philadelphia hin. Die dortigen Forscher hatten 39 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren zu einer Kunst-Stunde eingeladen. Fast jeder Zweite hatte kaum oder keinerlei Kunsterfahrung. Für die kreative Gestaltung standen den Teilnehmern Stifte und Papier, Modelliermasse und Collagen-Material zur Verfügung. Mit diesem durften sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nur für etwaige Fragen stand ihnen ein Kunsttherapeut zur Seite. Wie die Auswertung der vorher und nachher entnommenen Speichelproben ergab, sanken die Cortisol-Spiegel der Probanden um 75 Prozent. Bei jüngeren Teilnehmern war der entspannende Effekt am größten. Die Wissenschaftler erklären den Unterschied damit, dass Ältere im Laufe ihres Lebens bereits mehr Problemlösungsstrategien entwickelt haben und mit Stress tendenziell besser umgehen können.

Interessant auch: Der stressmindernde Effekt war unabhängig davon, ob jemand bereits Erfahrung mit Kunst hatte oder nicht. Grund genug also, um mal  wieder Pinsel und Stift in die Hand zu nehmen oder einfach ein Mandala auszumalen.

Vom Wert des Trödelns

Happy family lying on green grass. Children having fun outdoors in spring park

In den vergangenen Wochen kam mir immer wieder eine Szene aus meiner Kindheit in den Sinn: Ich lag in den Sommerferien vor unserem Haus im Gras, habe Kirschen gegessen und dabei den am Himmel ziehenden Wolken nachgeschaut. Einfach so. Nichts und niemand drängten mich, und ich schien endlos Zeit zu haben. Warum ich wohl immer wieder daran denken musste? Vermutlich, weil mir in den letzten Wochen die Zeit für solche Nichtstun-Momente fehlte.

Weniger arbeiten, mehr leben?

Schild Arbeit FreizeitImmer mehr Arbeitnehmer und –geber erkennen glücklicherweise, dass Arbeit nicht alles im Leben ist. Als Vorzeige-Land für eine bessere „Work-Life-Balance“ gilt (mal wieder) unser skandinavisches Nachbarland. So testen in der schwedischen Stadt Göteborg einige Unternehmen bereits seit einiger Zeit den Sechs-Stunden-Tag – mit positiven Ergebnissen: Die Mitarbeiter sind seltener krank, dafür leistungsfähiger und aufmerksamer. Bei einigen Firmen ist – trotz der verringerten Arbeitszeiten – sogar der Gewinn gestiegen. Also eine “Win-win-Situation“ für beide Seiten?

Weniger Stress: Weil ich es mir wert bin

Portrait einer Frau mit Sonnenbrille. Relaxen mit Schutz gegen Sonnenlichtund UV-Strahlen

Mit dem Stress ist es so eine Sache. Jede Frau hat ihn, aber keine will ihn. Oder doch? Mal ehrlich: Wer von uns hat sich nicht schon einmal damit gerühmt, gerade „voll im Stress“ zu sein? Wer viel um die Ohren hat, ist gefragt und erfolgreich – so lautet das gängige Klischee. Gerade wir Frauen geraten allzu leicht in die „Stressfalle“. Auf der Plattform BETTER than EVER habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie Frauen durch Wertschätzung sich selbst gegenüber wirkungsvoll Stress abbauen können. BETTER than EVER ist eine Miteinander-Plattform von Frauen für Frauen, die die Lebenslust in den Mittelpunkt stellt – getreu dem Motto: Das Alter ist nur eine Zahl. Hier könnt ihr meinen Gastbeitrag lesen.

Negative Gedanken? Werfen Sie sie weg!

Papierkorb auf Boden vor WandIn Paul Watzlawicks Buch „Anleitung zum Unglücklichsein“ gibt es eine schöne Geschichte von einem Mann mit einem Hammer: Der Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt er, hinüberzugehen und ihn sich auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn unser Mann an: „Behalten Sie Ihren Hammer“.