Sei mal wieder Kind

girl with chewing gum posing in the Studio

Ich gebe es zu: Kinderbücher faszinieren mich und Pippi Langstrumpf ist (auch heute noch) meine Heldin. Außerdem macht es mir einen Riesenspaß, Kaugummiblasen zu machen und diese geräuschvoll platzen zu lassen. Allerdings geht es mir wie vielen Menschen: Im (beruflichen) Alltag leben wir Erwachsenen unsere infantile Seite nicht oder nur selten aus.   

Aquarien tun der Seele gut

Öffentliche Aquarien erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Kein Wunder: Landschaften unter Wasser tun der Seele gut, wie eine anglo-amerikanische Studie belegt. Forscher der Universitäten Plymouth und Exeter sowie der California Academy of Sciences hatten Besucher während des zehnmonatigen Umbaus eines Aquariums beobachtet und deren Verweildauer ermittelt. Erwartungsgemäß motivierte das voll bestückte Aquarium die Menschen am längsten zur Betrachtung. Zusätzlich stellten die Wissenschaftler fest, dass der Entspannungseffekt umso größer war, je mehr Fische darin schwammen. In diesem Fall sanken Blutdruck und Herzfrequenz am deutlichsten. Die positiven Effekte stellten sich bereits nach fünf Minuten ein. (Mensch & Tier)

Mit Urlaub-Mitbringseln schnell entspannen

Der Urlaub war schön. Doch leider hat einen schnell der Alltag wieder und der Erholungseffekt ist nach einigen Tagen oder Wochen verflogen. Gute Nachricht: Man kann einiges tun, um das „Urlaubs-Feeling“ im Alltag aufrechtzuerhalten (siehe a. hier).  Doch es gibt noch eine weitere einfache Möglichkeit, die im Neurolingistischen Programmieren (NLP) als „Ankern“ bezeichnet wird.  

Mit Kunst Stress abbauen

Das ist doch mal eine schöne Nachricht: Sich künstlerisch zu betätigen, scheint ein wirkungsvolles Mittel gegen Stress zu sein – selbst dann, wenn man kein zweiter Picasso ist. Darauf deutet eine US-Studie an der Drexel University in Philadelphia hin. Die dortigen Forscher hatten 39 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 59 Jahren zu einer Kunst-Stunde eingeladen. Fast jeder Zweite hatte kaum oder keinerlei Kunsterfahrung. Für die kreative Gestaltung standen den Teilnehmern Stifte und Papier, Modelliermasse und Collagen-Material zur Verfügung. Mit diesem durften sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Nur für etwaige Fragen stand ihnen ein Kunsttherapeut zur Seite. Wie die Auswertung der vorher und nachher entnommenen Speichelproben ergab, sanken die Cortisol-Spiegel der Probanden um 75 Prozent. Bei jüngeren Teilnehmern war der entspannende Effekt am größten. Die Wissenschaftler erklären den Unterschied damit, dass Ältere im Laufe ihres Lebens bereits mehr Problemlösungsstrategien entwickelt haben und mit Stress tendenziell besser umgehen können.

Interessant auch: Der stressmindernde Effekt war unabhängig davon, ob jemand bereits Erfahrung mit Kunst hatte oder nicht. Grund genug also, um mal  wieder Pinsel und Stift in die Hand zu nehmen oder einfach ein Mandala auszumalen.

Vom Wert des Trödelns

Happy family lying on green grass. Children having fun outdoors in spring park

In den vergangenen Wochen kam mir immer wieder eine Szene aus meiner Kindheit in den Sinn: Ich lag in den Sommerferien vor unserem Haus im Gras, habe Kirschen gegessen und dabei den am Himmel ziehenden Wolken nachgeschaut. Einfach so. Nichts und niemand drängten mich, und ich schien endlos Zeit zu haben. Warum ich wohl immer wieder daran denken musste? Vermutlich, weil mir in den letzten Wochen die Zeit für solche Nichtstun-Momente fehlte.