Stresskiller Hund

Hunde können Kinder in emotionalen Stresssituationen wirkungsvoll unterstützen. Das hat die Entwicklungs-psychologin Dr. Kathryn A. Kerns und ihr Team von der US-amerikanischen Kent State University herausgefunden.

Die Wissenschaftler unterzogen 99 Grundschulkinder aus Familien mit Hunden dem Trier Social Stress Test – ein weltweit anerkanntes Verfahren, um Angst und akuten Stress unter Laborbedingungen beim Menschen zu erfassen. Die Kinder sollten eine kurze Rede vorbereiten und diese anschließend von zwei unbekannten Erwachsenen halten. Die Hälfte hatte dabei ihren Hund bei sich, die anderen waren auf sich allein gestellt. Nach dem Vortrag sollten die Kindern ihren Gemütszustand bewerten und dabei positive Begriffe wie „aufgeregt“, „glücklich“, entspannt“ oder negative Begriffe wie „nervös“, „einsam“ oder „ängstlich“ auswählen. Zusätzlich wurde ihre Herzfrequenz aufgezeichnet. Wie sich zeigte, rief die Anwesenheit des Hundes durchweg positive Emotionen hervor. Außerdem verstärkte der Körperkontakt mit dem geliebten Haustier die Selbstsicherheit der Kinder. Diese Erkenntnis passt zu früheren Studienergebnissen, nach denen Streicheln eines Hundes die Ausschüttung des Wohlfühl- und Bindungshormons Oxytocin anregt und gleichzeitig die Produktion des Stresshormons Cortisol bremst.

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