Die eigene Stressbelastung erkennen (1)

Was Sie Tag für Tag leisten und wie wenig Zeit und Raum dabei für Sie persönlich bleibt, können Sie relativ leicht herausfinden: Führen Sie einmal in einer für Sie typischen Woche Protokoll über alle Aufgaben, die Sie erledigen. Hierfür können Sie das Wochenprotokoll (Musterblatt 1) herunterladen, ausdrucken und kopieren oder sich auf ein paar einfachen (idealerweise linierten) Blättern Papier eigene Listen anfertigen.

Das Ausfüllen ist ganz einfach: Beginnen Sie jeweils mit der Stunde, an dem Ihr Tag üblicherweise beginnt (z. B. 6 Uhr), und enden Sie mit der Zeit, in der Sie zu Bett gehen (z. B. 23 Uhr). In die zweite Spalte kommt die jeweilige Tätigkeit, die Sie zu einer bestimmten Uhrzeit erledigt haben, z. B. 10 bis 11.30 Uhr: „an einem Abteilungs-Meeting teilgenommen“ oder 15.15 bis 16.15 Uhr: „Hausaufgaben der Kinder überwacht“. In der dritten Spalte notieren Sie, wie Sie sich dabei gefühlt haben, z. B. „genervt, weil zwischendurch ständig durch Anrufe unterbrochen“ oder „enttäuscht und wütend, weil mein Verbesserungsvorschlag abgelehnt wurde“. Schreiben Sie auch scheinbar selbst-verständliche Erledigungen auf, z. B. „Essen für die Familie gekocht“ oder „Einkäufe erledigt, danach zur Reinigung und Tanken gefahren“.

Ein solches Protokoll hilft Ihnen nicht nur, einen realistischen Eindruck von Ihrem täglichen Leistungspensum zu erhalten, sondern gibt Ihnen durch das Notieren Ihrer Gefühle auch erste Hinweise darauf, welche Bereichen in Ihrem Leben besonders für Stress sorgen und wie Sie damit umgehen.

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